Hintergrund
Wappen Grossaffoltern

Historischer Überblick

Eine detailierterer Abriss über die Geschichte finden Sie auf der Homepage der Gemeinde Grossaffoltern.

Hier das wichtigste in Kürze:

Der Name:
Der Name Affoltern stammt ziemlich sicher vom Wort Aphul, was Apfel bedeutet. Wie fast überall brachten uns die Römer nebst Weintrauben auch diese Frucht in unsere Gegend. Aus der Zeit, als wir zum Gotteshaus Frienisberg gehörten, liess die Abtei bei uns Kernobst und besonders Apfelbäume pflanzen. Der Name wandelte sich im Laufe der Zeit von Affoltron (1216) in Gravin-Affoltere (1302) und dann zu Waldaffoltern (1577) bis schliesslich das heutige Grossaffoltern daraus wurde.

Die ersten Spuren unserer Vorfahren finden wir in der Jungsteinzeit: 5000-2000 v. Chr.

Einzelfunde mit unklaren Fundumständen; ein Beilhammer aus Serbentin, vier Steinbeile und zwei so genannte Schalensteine. Der eine, der früher auf der Höhe von Chaltebrünne stand, befindet sich jetzt im Dorfzentrum vor dem Garten des Bauernhauses Hauert. Der kleinere, ursprünglich auf der Höhe oberhalb Frienisberg, befindet sich heute in Kosthofen im Garten von Max Marti und lässt sieben sehr schöne Schalen erkennen. Die Bedeutung der Steine ist nicht klar.

Bronzezeit: 2000- 800 v. Chr.
Aus Kosthofen stammt ein schönes, dunkelgrün patiniertes Beil mit stark gerundeter Schneide. Zwei Beilklingen wurden in der Munimatt gefunden.

Eisenzeit: (Hallstattzeit) 800 – 60 v. Chr.
Im Aeschertenwald befinden sich 21 vermessene keltische Grabhügel. Auf dem gesamten Gemeindegebiet findet man total 45 solche Hügel, was der grössten Ansammlung weit und breit entspricht.

Römerzeit: 60 v. Chr. bis 400 n. Chr.
Im Jahre 58 v. Chr. verlassen die in unserem Gebiet lebenden Helvetier ihre Stammlande, verbrennen Häuser und Felder und ziehen gegen Westen. Sie wollen in Gallien neues, besseres Land in Besitz nehmen.
Spuren der Römer werden im Sternenriedbodenwald, östlich von Chaltebrünne und in Kosthofen gefunden.

Mittelalter: 500 – 1500 n. Chr.
Aus der Zeit der Völkerwanderung im 5. und 6. Jahrhundert stammen die in einem Kieshügel in Kosthofen gefundenen Reihengräber mit teilweise erhaltenen Skeletten und Grabbeigaben. Darunter befinden sich auch germanische Kurzschwerter.

1363 wird die Herrschaft Oltigen an Österreich verkauft.

1385 werden die Leute und die Herrschaft Oltigen von der Gräfin Anna von Kyburg wieder zurückgekauft.

Im Mai des Jahres 1410 erheben sich die Leute gegen Oltigen. Der damalige Herr Hugo von Mümpelgard (Montbeliard) wird dabei erschossen und seine Burg  zerstört. Hensli Schluep von Affolteren ist vermutlich der Anführer dieses Aufstands.

Am 23. März 1413 kaufen sich 24 Familien von Affoltern für 1339 Gulden aus der Leibeigenschaft los. Endlich die Freiheit!